Wie wär’s mit einem kleinen Goldbarren als Weihnachtsgeschenk? Gold ist zum Fest der Liebe sicher ein willkommenes Geschenk und von ewiger Werthaltigkeit. Wer weiß, vielleicht ist der Weihnachts-Goldbarren auch in kurzer Zeit schon noch wertvoller geworden? In jedem Fall schenken Sie mit einem Goldbarren nichts Unsinniges und es ist davon auszugehen, dass der Goldbarren unter dem Christbaum auch nicht umgetauscht wird. Sie können den kleinen Goldbarren auch mit einem Gruß oder einer Widmung versehen lassen, denn eine kleine Gravur macht den Goldbarren zu einem sehr persönlichen Geschenk. Es gibt Goldbarren in verschiedenen Gewichten und bereits ab einem Preis von unter 60 Euro. Es beginnt bei 1 Gramm, und geht über 5 Gramm, 10 Gramm, 20 Gramm, 1 Unze, 50 Gramm, 100 Gramm, 250 Gramm bis hin zu einem Kilogramm pures Gold.
Wir haben auf einer eigenen Seite zusammengestellt, wie sie schnell und günstig zu einem Goldbarren mit Gravur als Weihnachtsgeschenk kommen.
Aber keine Angst, Sie müssen kein Vermögen ausgeben, wenn Sie einen Goldbarren verschenken wollen. Sie werden staunen, denn es gibt bereits glänzende Goldbarren zum Preis von unter 20 Euro.
Goldbarren als Türstopper oder Briefbeschwerer!
Sie müssen nicht gleich abwinken und denken, dass wir bei www.gold-goldbarren.com jetzt völlig abgedreht und versnobt sind. Wir wollen Ihnen nicht sagen, dass Sie einen echten Goldbarren als Türstopper oder Briefbeschwerer verwenden sollen. Es gibt täuschend ähnlich aussehende Goldbarren aus Hartkunststoff, die ein Gewicht von ca. 1000g haben. Als echter Goldbarren würde das beim aktuellen Goldpreis ein
Weihnachtsgeschenk von über 40.000 Euro bedeuten. Diese goldig glänzende Nachbildung gibt bereits unter 20 Euro und ein vergleichbares Modell eines anderen Anbieters kostet ganze 14,90 Euro. Der Goldbarren hat eine Prägung mit Gewicht und Feinheitsgrad, vier Stopper auf der Unterseite und ist in einer Kartonverpackung. Eine außergewöhnliche Geschenkidee, mit der Sie jeden zum Weihnachtsfest verblüffen werden. Wer noch andere Accessoires sucht, die wie Goldbarren aussehen, findet ein Feuerzeug, eine Goldbarren-Spardose oder auch Goldbarren-Magnete. Wer also noch ein lustiges Weihnachtsgeschenk braucht, sollte bei ebay nach Goldbarren suchen.
Wenn man die Kaufkraft der Papierwährung seit 1971 in Gold umrechnet, kommt man zu erstaunlichen Ergebnissen. Es gibt zwar zwischen den Währungen US-Dollar, Euro (vor der Einführung in DM zum Wechselkurs von 1,95583 berechnet) und Schweizer Franken noch erhebliche Unterschiede, aber ernüchternd sind die Verluste für das Bargeld in jedem Fall. Diejenigen, die ihr Geld in physisches Gold angelegt hatten, haben einen enormen Gewinn gemacht, der sich in unterschiedlichen Zahlen messen lässt. Erstaunlich für den Betrachter sind auch die Schwankungen, die durch die Goldpreisentwicklung im Verlaufe der Jahrzehnte entstanden sind. Daran ist erkennbar, dass Goldbarren nur selten eine Geldanlage für den kurzfristigen Erfolg und die schnelle Gewinnmitnahme waren. Gold ist eine Geldanlage für den langfristig orientierten Anleger, der nicht nur einen sicheren Hafen für einen Teil seines Vermögens sucht, sondern am Ende auch mit einem ausgezeichneten Wertzuwachs rechnen kann.
Goldpreisentwicklung je Feinunze.
Um eine objektive Gegenüberstellung und einen Messpunkt für alle Daten zu haben, sind für die nachfolgenden Werte jeweils Stichtage angenommen worden, die die Statistik vergleichbar machen. Der Stichtag für den Goldpreis je Feinunze ist zunächst der 31. Dezember 1970, dann 20 Jahre später, der 31. Dezember 1990 und für das Jahr 2011 wurde der 31. August gewählt. Der Goldpreis stand am 31.12.1970 bei 37,60 US-Dollar je Feinunze, bei 137,73 DM = 70,43 Euro und bei 162,78 CHF. Nachdem der Goldpreis von 1971 bis 1980 einen Höhenflug hinter sich gebracht hatte, stand er 1990 wieder auf moderaten 396,20 $, 594,79 DM = 304,11 Euro und 505,94 CHF. Bei dem Vergleich der Kaufkraft kann man feststellen, dass der US-Dollar im Zeitraum von 1970 bis 1990 etwa 90% der Kaufkraft im Vergleich zu Gold eingebüßt hatte. Im August 2011 war der Goldpreis kurz vor seinem historischen Hoch bereits bei 1.824,15 Dollar je Feinunze angekommen. Das waren 1.268,71 € und 1.469,67 Schweizer Franken. Der Goldpreis hat sich im Vergleichszeitraum von gut 40 Jahren um das 48,5-fache gesteigert. Wer also Anfang des Jahres 1971 für 10.000 US-Dollar Goldbarren gekauft hatte, konnte sich am 31. August 2011 über einen Wert von etwa 485.000 Dollar freuen. In einem anderen Maßstab gerechnet bekam der Goldanleger 1971 für 10.000 US-Dollar knapp 266 Feinunzen Gold und konnte für den gleichen Betrag am 31. August 2011 nur noch etwa 5 ½ Feinunzen erstehen.
Kaufkraftentwicklung der Papierwährung am Gold gemessen.
Wenn man die Kaufkraftentwicklung der Bargeldwährung zum Gold vergleicht, wird das zuvor Beschriebene in aller Härte noch deutlicher. Der angenommene Beginn des Vergleichs ist auch hier der 31. Dezember 1970, der für den Vergleich mit einer Kaufkraft von 100% gesetzt wird. Alle drei Währungen machten gemessen am Goldpreis einen tiefen Absturz in den Jahren zwischen 1970 und 1980, erholten sich dann wieder etwas und lagen am 31. Dezember 1990 nur noch bei folgenden Werten: US-Dollar 9,47%, DM/Euro 23,17% und CHF 19,77%. Nach einer leichten Erholung bis zum Jahr 2000, setzte sich der Kaufkraftverlust der Bargeldwährung im Vergleich zum Gold fort. Am 31. August 2011 hatte der US-Dollar nur noch einen Wert zum Gold von 2,07%, der Euro hat sich mit 5,56% etwas besser gehalten und der Schweizer Franken notierte immerhin noch bei 11,07%. Die Unruhen und Kriege in der Welt, die sich insbesondere zwischen 1970 und 1990 durch den kalten Krieg zwischen Ost und West und verschiedene Krisenherde in der Welt zeigte, machten das gelbe Edelmetall immer wertvoller und der Wert der Papierwährung zeigte starke Verfallserscheinungen. Später waren es weniger die kriegerischen Auseinandersetzungen, sondern insbesondere die Wirtschafts- und Finanzkrisen, die den Goldpreis beförderten. Die Bargeldwährungen haben um das 10 bis 50-fache an Wert zum Gold verloren und wer rechtzeitig physisches Gold, anstelle von Festgeld, in seinem Depot hatte, war der große Gewinner.
Die Wertentwicklung von Goldmünzen im Vergleich zu anderen Geldanlagen.
Die meisten Goldmünzen werden als Anlagemünzen gesehen und profitieren natürlich vom Materialpreis Gold. Die Goldpreisentwicklung hat dazu geführt, dass auch ganz normale Goldmünzen, die in Massen verfügbar sind, enorm an Wert gewonnen haben. Die im zweiten Absatz dargelegt Goldpreis-Performance hat sich selbstverständlich gleichermaßen für Goldmünzen ergeben, die vielfach in Stückelungen angeboten werden, die sich an der Feinunze als Gewicht orientieren. Auf Goldmünzen, die noch als aktuelles Zahlungsmittel zugelassen sind, wie beispielsweise der Krügerrand, gibt es daher auch keinen Nennwert in einer Währung, sondern der aktuelle Preis je Feinunze Gold stellt den Wert der Goldmünze dar. Die Goldpreisentwicklung hat in den letzten zehn Jahren alle Aktien-Indizes geschlagen und sogar deutsche Staatsanleihen haben nur etwa die Hälfte an Wertzuwachs erbracht, den man bei Gold verzeichnen konnte.
Sammlermünzen sind eine völlig andere Liga!
Aktien sind nicht gleich Aktien und es gibt durchaus einzelne Werte, die ganz besonders gut abgeschnitten haben, auch wenn es keine Zockerpapiere sind. Goldmünzen sind aber auch nicht gleich Goldmünzen, denn es gibt auch Sammlermünzen, die nicht an den Materialwert gekoppelt sind, sondern einen wesentliche höheren Sammlerwert haben. Numismatiker unterscheiden daher auch in Anlage- und Sammlermünzen. Beim Handel mit Anlagemünzen kann man davon ausgehen, dass etwa 95% des Kaufpreises der reine Materialwert ist und 5% als Aufschlag für den Handel hinzukommen. Sammlermünzen haben über den Materialwert hinaus einen ästhetischen Wert, einen Seltenheitswert oder sogar eine historische Bedeutung. So kann es sein, dass für alte Sammlermünzen, die in sehr kleinen Auflagen geprägt wurden, Preise bezahlt werden, die den Materialwert für das Gold mehrfach übersteigen. Je besser ein Sammlerstück erhalten ist, umso höher wird auch der Wert fixiert. Es gibt außerdem wenige Münzen, denen man die Eigenschaften von Anlage- und Sammlermünzen zuweisen kann. Das sind oft Münzen, die noch relativ jung sind, aber in vergleichsweise geringen Stückzahlen herausgegeben wurden. Oft sind das Goldmünzen zu besonderen Anlässen oder mit bestimmten Themen, die von einer bestimmten, interessierten Klientel nachgefragt werden und aus diesem Grund in Verbindung mit einer Verknappung an Wert gewinnen. Die Nachfrage bestimmt auch bei vielen Sonderprägungen den Preis, wenn es dafür eine große Anzahl von Interessenten gibt. Neben bestimmten Themen-Serien, die durch ihren Seriencharakter vielfach eine automatische Nachfrage erzeugen, sind das oft Prägungen zu Großveranstaltungen, wie beispielsweise eine Fußball-Weltmeisterschaft. Wer auf seinem Dachboden zufällig eine ihm unbekannte Goldmünze findet, sollte sie nicht nur vom Goldankauf im Hinblick auf das Gewicht und die Materialqualität überprüfen lassen, sondern besser von einem Fachmann für Sammlermünzen schätzen lassen.
Der Goldpreis hat noch nicht zum Sprung zu neuen Höchstmarken angesetzt und befindet sich in einem Seitwärtstrend. Obwohl der langfristige Aufwärtstrend noch intakt ist, fehlt für einen steilen Anstieg des Goldpreises im Moment noch der Impuls. Diese kurze Beruhigungsphase, die im Zuge der scheinbaren Problemlösung in Griechenland und Italien zu erwarten war, hatten wir ja bereits prognostiziert. Es ist allerdings im Moment nicht erkennbar, ob der kleine Knick in der Goldpreisentwicklung eventuell mehr bedeutet. Wenn die gewalttätigen Demonstrationen in den Schuldenländern – trotz neuer Regierungen in Athen und Rom – nicht aufhören und die Probleme nicht ansatzweise schnell gelöst werden, wird sich das Blatt wahrscheinlich bald wieder wenden und der Goldkurs wieder in Richtung Norden zeigen.
Aktien von Goldminen holen gegenüber Gold auf!
Die Goldminen-Papiere hatten den starken Kursanstieg für physisches Gold in den letzten Jahren nur in Teilen mitgemacht, aber es scheint so, als ob Goldaktien und andere Minenpapiere für Edelmetalle seit einigen Monaten in der Performance nachholen. Manche Analysten behaupten, dass die Beteiligungen an Goldminen in Form von Aktien oder Goldfonds die Dynamik der Internet-Aktien in den 90er Jahren bekommen könnten. Bevor man sich allerdings von solchen Aussagen leiten lässt, sollte man eine Fundamentalanalyse der betreffenden Unternehmen zur Hand haben und sich über die Risiken von Minenpapieren ausführlich informiert haben.
Analysten sind sich nicht einig über die Goldpreisentwicklung!
Die aktuellen Analysen im Hinblick auf die Goldpreisentwicklung sind sehr unterschiedlich. Es gibt einige Analysten, die eher einen Abwärtstrend befürchten und davon berichten, dass die Luft nach oben charttechnisch relativ dünn geworden ist. Andere Börsenprofis beschreiben die letzten Wochen des Jahres als die traditionell stärkste Phase für Edelmetalle und sehen den Goldpreis in diesem Jahr noch in der Nähe von 2.000 Dollar je Feinunze. Obwohl die Nachfrage noch immer sehr groß ist, sehen wir diese Einschätzung eher mit Skepsis. Der Goldkurs hat sich in diesem Jahr rasant entwickelt und in jeder Abkühlungsphase erfolgen Gewinnmitnahmen, die den Preis beeinflussen. Mit einem Blick auf die ungelösten Probleme in Griechenland und Italien, sowie die Schuldenuhr in den USA, die inzwischen auf über 15 Billionen Dollar angestiegen ist, kann man aber an einen starken Kursverlust bei Gold nicht glauben.
Die neuen Regierungen in Griechenland und Italien haben ihre Arbeit aufgenommen. Voraussetzung dafür ist eine Inventur und ein Kassensturz, denn die Zahlen der bisherigen Amtsinhaber waren nicht immer ganz glaubwürdig, was ganz besonders für Griechenland zutrifft. Aus diesem Grund machen die neuen Regierungsmitglieder in Griechenland die Inventur nicht alleine, sondern zur Überprüfung der Lage hat die EU eigens eine Taskforce zusammengestellt. Der Chef der schnellen Eingreiftruppe in Griechenland ist der deutsche Horst Reichenbach, der als Chef von etwa 20.000 Beamten der EU-Kommission in Brüssel den Namen eines “kühlen Rechners” hat. Reichenbach präsentierte bereits ca. 60 Milliarden Euro, die man sofort in die leere Kasse bekommt, wenn man nur in der Lage ist, die nicht gezahlten Abgaben für den Staat einzutreiben. Man kann im Interesse der Steuerzahler in Deutschland nur hoffen, dass Reichenbach und seine Mannschaft ihre Arbeit schnell und effektiv verrichten. Wenn der ganze Staat nicht faul und korrupt ist, müsste man doch in kurzer Zeit in der Lage sein diese Forderungen einzutreiben!
Griechenland braucht für normale Vorgänge noch “Grundkurse”!
In Griechenland funktioniert nichts. Nicht einmal die Mittel aus dem EU-Strukturfonds, die für strukturschwache Gebiete zur Förderung von Wirtschaft und Beschäftigung abgerufen werden können, wurden genutzt. Der Eigenanteil wurde bereits von 25% auf 15% von der EU für Griechenland reduziert und man geht davon aus, dass die Griechen in kurzer Zeit nur noch ein eigenes Risiko von 5% der Investitionssumme bereitstellen müssen. Die Taskforce wird die Ausgabenpolitik kontrollieren und die Zusammenarbeit von Ministerien und Verwaltung optimieren. Die Griechen wollen Nachhilfeunterricht für eine Reform des Rechtssystems und die Reichenbach-Truppe ist bereits in das Privatisierungsprogramm involviert, wobei es insbesondere um den Verkauf der staatlichen Beteiligungen geht. Außerdem soll das Kreditgeschäft wieder in Gang gebracht werden und mit Hilfe der Europäischen Investitionsbank, die 50% der Risiken von den griechischen Geschäftsbanken übernehmen soll, der Wirtschaft wieder Liquidität verschaffen. Wie man aus informierten Kreisen hört, wird die Tätigkeit der Taskforce um Horst Reichenbach eine nicht nur schwierige, sondern auch längere Geschichte.
In Italien will Monti hart aber gerecht sparen!
Mario Monti hat sich zur Aufgabe gemacht, den Sparkurs in Italien hart, aber gerecht zu fahren. Der neue Regierungschef geht davon aus, dass bei einer gerechten Verteilung der zu erbringenden Opfer die Bevölkerung die Entscheidungen akzeptiert. Der Spagat zwischen einem harten Sparkurs und seinem Ziel die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, damit neue Firmen und Arbeitsplätze geschaffen werden, ist jedoch sehr schwer. Die ersten Proteste gegen die Ankündigungen Montis haben bereits in Rom, Mailand und Palermo zu schweren Protesten geführt. Handgemenge in Mailand, Eier, Rauchbomben und Steine auf Polizisten in Palermo. Die Demonstranten wurden von der Polizei mit Pfefferspray zurückgedrängt, um eine Bank zu schützen. Wenn die Italiener jetzt nicht zu ihrer Regierung und den notwendigen Sparpaketen stehen, könnte die Rettung Italiens für Monti und die EU eine unlösbare Aufgabe werden.
Die Schuldenmacher sitzen nicht nur in den Regierungen von Griechenland, Portugal, Irland und Italien, sondern auch in den Rathäusern unserer Städte und Gemeinden. Der Bund der Steuerzahler fordert jetzt eine Schuldenbremse für Städte und will die Tabuisierung einer kommunalen Insolvenz aufheben. Diese Forderung kann man nur unterschreiben, denn auch durch die Einführung von Haushaltssicherungskonzepten mit entsprechenden gesetzlichen Vorschriften in der Gemeindeordnung und der Genehmigungspflicht von nicht ausgeglichenen Haushalten durch die Kommunale Finanzaufsicht in den Ländern, hat es bisher keine Verbesserungen in der Haushaltsdisziplin gegeben. Es gibt Städte, die inzwischen eine Pro-Kopf-Verschuldung von über 8.000 Euro haben und das Schuldenmachen geht immer weiter! Was dringend fehlt, ist eine persönliche Haftung für Steuergeldverschwendung durch eine Änderung des § 266 StGB zur Untreue.
Städtepleiten in den USA!
In den USA gibt es kein Tabu für die Insolvenz einer Stadt. Gerade in der vorigen Woche konnte man von der bisher größten Pleite einer Gemeinde in den USA lesen. Die im Bundesstaat Alabama liegende Stadt Jefferson County mit ca. 650.000 Einwohnern hatte die Zahlungsunfähigkeit erklärt. Ein überdimensioniertes Abwassersystem, das offensichtlich ohne eine Übersicht über die eigene finanzielle Leistungsfähigkeit von der Stadt beschlossen wurde, war der Auslöser des Desasters. Vor drei Jahren war der Schuldenstand bereits 3,1 Milliarden US-Dollar und auch ein Gläubigerverzicht von etwa 1 Milliarde Dollar hatte nicht geholfen die Pleite abzuwenden. Der größte Gläubiger scheint das US-Institut JP Morgan zu sein und interessant für den deutschen Steuerzahler ist, dass sich unter den Gläubigern auch die Bayrische Landesbank befinden soll. Weitere bisher bekannt gewordenen Stadtpleiten in den USA sind Orange County im Jahr 1994 und vor einigen Wochen Harrisburg in Pennsylvania, Boise County in Idaho sowie Central Falls in Rhode Island. In einigen Fällen wurde der Konkursantrag allerdings durch das Konkursgericht abgelehnt und die Schuldner konnten sich nicht so einfach aus der Affäre ziehen.
Sparen in den Städten und Gemeinden!
Der Bund der Steuerzahler fordert nicht nur eine Schuldenbremse für Städte und Gemeinden und die Insolvenz von überschuldeten Kommunen, sondern macht in einem “Kommunalpass” auch geeignete Sparvorschläge. Kommunale Einsparungen sind u.a. in folgenden Bereichen möglich: Erhöhung der Eintrittspreise für städtische Angebote, die Erhöhung der Gruppenstärke in Kindergärten, die Zusammenlegung von Ämtern und Verwaltungen, Personalabbau in den Verwaltungen, bessere Kontrollen und schärfere Maßnahmen bei der Auszahlung von Sozialhilfe, keine Finanzierung für den Straßenrückbau und die Privatisierung von öffentlichen Aufgaben, beispielsweise der Kanalreinigung. Der Steuerzahlerbund erklärt auch ganz klar eine Absage an das Rot-Grüne NRW-Vorhaben einer Abundanzumlage, die vorsieht, dass solide wirtschaftende Kommunen die Schuldenmacher in anderen Rathäusern unterstützen sollen.
Wie ist Ihre Meinung zur Steuergeldverschwendung durch Verwaltungen und Stadträte? Sollen Städte und Gemeinden bei uns Konkurs anmelden?
Das Hauptargument von Goldgegnern ist, dass physisches Gold keine Zinsen erwirtschaftet. Diese Behauptung ist zwar richtig, aber Gold hat eine ausgezeichnete Wertentwicklung – auch über einen langen Zeitraum gesehen. Wer die Performance von Gold im Vergleich zu anderen Anlageformen überprüft, wundert sich wahrscheinlich über das gute Ergebnis von Goldbarren als Geldanlage. Es handelt sich zunächst um einen objektiven Vergleich in der Wertentwicklung, also ohne die Berücksichtigung von Verlustrisiken und die Sicherheit, die man bei Gold nun einmal hat. Es gibt Statistiken, die die Wertentwicklung von verschiedenen Geldanlagen gegenüberstellen und dabei den nominalen Wertzuwachs und den realen, inflationsbereinigten Wertzuwachs ausweisen.
Goldperformance besser als Immobilien und der DAX!
Wenn man den Zeitraum zwischen dem Jahr 2000 und 2010 auswählt, ist Gold durch die enorme Wertentwicklung natürlich allen Anlageformen weit voraus, denn speziell in dieser Dekade ist der Goldpreis explodiert. Über 400% Wertzuwachs kann natürlich keine andere Anlageform erreichen. Zugegeben war dieses Jahrzehnt auch eine Ausnahme, denn die Aktien gingen in den Keller und sogar die Staatsanleihen konnten die Aktienindizes um Längen schlagen. Um die Goldpreisentwicklung objektiv anzuschauen, sollte man einen längeren Zeitraum in den Vergleich ziehen, der für Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Silber und Gold gute und schlechte Phasen beinhaltet.
Sicherheit und Wertzuwachs = Gold!
Wenn man den langen Zeitraum von 40 Jahren von 1970 bis 2010 betrachtet, ist der Beweis erbracht, dass Gold auch über einen langen Zeitraum eine sehr gute Performance hingelegt hat. Nachfolgende Werte beschreiben die durchschnittliche Jahresrendite über den vorgenannten Zeitraum. Nominal haben sich die Immobilien in dieser Zeit um 5% jährlich im Wert gesteigert, Rohstoffe insgesamt um 3%, Staatsanleihen erwirtschafteten 6,9%, der DAX 7,1%, Silber 7,6% und Gold 9,5%. Nur der S&P 500 TR war (mit den bekannten Risiken) mit 10,2% etwas besser. Bei den inflationsbereinigten Werten sehen die Zahlen wie folgt aus: Immobilien 0,5%, Rohstoffe -0,9%, Staatsanleihen 3,9%, Silber 3%, DAX 4,1%, Gold 4,8% und der S&P 500 TR 5,5%. Sehr schlecht hat bei diesem Vergleich Bargeld abgeschnitten. Da es den Euro noch nicht so lange gibt, hier die Zahlen für den US-Dollar: nominal -0,7% und real -1,6%. Wer Sicherheit und Wertzuwachs haben möchte, ist also beim Goldankauf für das Depot bestens beraten!
Nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi sah man Bilder aus Rom, die an einen Sieg der Azzurri bei der Fußball-Weltmeisterschaft erinnerten. Als Zuschauer konnte man den Eindruck haben, dass niemand in Italien den Cavaliere bisher gewählt hatte und die vier Regierungen unter Berlusconi seit seinem ersten Sieg 1994 von einer kleinen Minderheit gestellt worden waren. Der heute 75jährige Gründer der Partei Forza Italia (später Popolo della Libertà) war Ministerpräsident auf der Appeninhalbinsel von 1994-1995, von 2001-2006 und zuletzt von 2008-2011. Selbstverständlich hat Silvio Berlusconi Italien gespalten, so wie das in allen Ländern der Fall ist, in dem sich große politische Blöcke gegenüberstehen. Selbstverständlich hat auch Berlusconi Steuergeschenke vor den Wahlen verteilt, so wie das leider auch in anderen europäischen Staaten und in der übrigen Welt der Fall ist. Ihn jetzt zum politischen Sündenbock zu machen ist sicher nicht ganz fair. Menschlich sieht das vielleicht etwas anders aus, denn seine lockeren Sprüche, seine “nicht stilsichere Art”, die Gerichtsverfahren, die wegen diverser Anschuldigungen immer wieder gegen ihn liefen und nicht zuletzt seine Eskapaden mit (sehr) jungen Frauen haben keinen sehr seriösen Eindruck hinterlassen und nicht das Bild von Italien in die Welt geschickt, dass sich die Mehrheit gewünscht hätte.
Woher kommen die Milliarden Berlusconis?
Der manchmal etwas “kleinkariert und verspielt” wirkende Italiener soll ein Vermögen besitzen, das im Bereich von etwa 5,5 bis 6 Milliarden Euro liegt. Von einem nennenswerten Erbe kann man in seinem Lebenslauf nichts erkennen. Berlusconi machte 1954 das Abitur und studierte anschließend Jura. Sein Studium, das er mit einer prämierten Diplomarbeit abschließen konnte, finanzierte der lebenslustige kleine Mann durch seine Tätigkeiten als Immobilienmakler, Staubsaugervertreter und Klavierspieler in Bars und auf Kreuzfahrtschiffen. Seine berufliche Laufbahn begann in der Bau- und Immobilienbranche mit der Gründung eines ersten Unternehmens im Jahr 1963. Den Schritt in die Medienindustrie ging Berlusconi bereits 1972 mit der Gründung eines kleinen regionalen Fernsehsenders und der Durchbruch gelang 1982 mit dem Kauf des Senders Italia 1. Daraus entwickelte sich ein Imperium aus Fernsehsendern (z.B. Mediaset SpA), Film- und Kinogeschäften, Aktivitäten im Verlagsgeschäft, Versicherungen, Direktbanking und dem Fußballclub AC Milan mit inzwischen etwa 6,15 Milliarden Euro Umsatz und über 19.000 Beschäftigten. Die Anteile an den verschiedenen Unternehmen werden in der Holding Fininvest SpA zusammengeführt, die Berlusconi zu 63,3% gehört und die restlichen Anteile liegen bei seinen insgesamt fünf Kindern aus zwei Ehen.
Wie schwer wird es eine Übergangregierung in Italien haben?
Staatspräsident Giorgio Napolitano hatte jetzt die Aufgabe einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vorzuschlagen, der in einer Übergangsregierung Italien den EU-Sparkurs durchsetzt. Er hat sich für Mario Monti entschieden, der Italien wieder “auf Kurs” bringen soll. Die Alternative wären Neuwahlen gewesen, die Napolitano ausgeschlossen hat und im Moment in Italien wahrscheinlich auch die Mehrheit nicht für eine adäquate Maßnahme zur Krisenbewältigung hält. Die große Frage der italienischen Medien ist jetzt, ob sich Silvio Berlusconi aus der Politik zurückzieht und sich um seine Unternehmen kümmert, die durch die politischen Unruhen etwas in Schieflage geraten sind. Wird sich Berlusconi jetzt vor mehreren Gerichten verantworten müssen und wird er sogar um eine Inhaftierung nicht herumkommen? Bleibt er Abgeordneter oder Senator, um sich weiterhin einen Teil seiner Immunität zu erhalten, damit er den Gerichten entkommt? Meidet Berlusconi möglicherweise die Öffentlichkeit, geht mit 75 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand und bleibt in seiner Villa auf Sardinien? Alles, was mit Ruhestand zu tun hat, glauben die meisten Italiener nicht und die aktuellsten Äußerungen Berlusconis zeigen, dass er weiter in der Politik mitmischen möchte. Man geht in Italien davon aus, dass Silvio Berlusconi versucht eine Teilimmunität durch die Politik weiterhin zu behalten und jetzt seine Medienmacht ausspielt, um die Regierenden im Fernsehen und in verschiedenen Printmedien unter Druck zu setzen.
Mario Monti wurde von Napolitano zum Nachfolger ernannt!
Der frühere EU-Kommissar, Professor und Rektor der Bocconi-Universität in Mailand, Mario Monti, soll die Nachfolge Berlusconis antreten und wurde mit einer Regierungsbildung beauftragt. Man darf gespannt sein, wie eine Regierung aussehen muss, die von der Berlusconi-Truppe akzeptiert wird. Monti will die wichtigsten Ministerien nicht mit “Parteisoldaten”, sondern ausschließlich mit Fachleuten besetzen. Der parteilose Monti gilt als Wirtschaftsexperte und sein Auftreten ist genau das Gegenteil von Berlusconi. Der Gedanke an Bunga-Bunga ist sehr weit weg, wenn man sich mit Monti befasst und seine Souveränität, sein Stil und die weltmännische Ausstrahlung tragen dazu bei, dass der seinerzeit durch Berlusconi als EU-Kommissar nominierte 68jährige Wissenschaftler auch vor großen Namen und Weltkonzernen keinen Respekt hat. Mario Monti hatte 2004 Berlusconis Angebot abgelehnt Wirtschafts- und Finanzminister zu werden und soll jetzt Italien aus einer schweren Krise führen. Bisher hatte Monti stets die fehlenden Wachstumsimpulse in Italien kritisiert und er hat jetzt die Gelegenheit seine Ideen der Öffentlichkeit in Italien und der EU zu präsentieren. An Mario Montis Äußerungen ist erkennbar, dass er Italien in Europa glaubhaft und seriös vertreten möchte und den Partnern in der Eurozone seine Sparziele ernsthafter vermitteln will, als es Berlusconi zuletzt getan hatte.
Welche Auswirkungen hat die Wahl Montis auf die Märkte?
Das Rating AA- für Italien wird auch Monti nicht in kurzer Zeit verändern können und er kann nur hoffen, dass ihm die Rating-Agenturen mit einer weiteren Senkung der Bonität nicht alle Bemühungen zerstören. Es ist damit zu rechnen, dass bei einer stabilen Regierung und keiner Herabstufung durch die Ratingagenturen der Zinssatz für italienische Staatsanleihen wieder etwas zurückgeht. Die Zinsen waren in der vorigen Woche bis zu 7,5% nach oben geschnellt und hatten sich zum Wochenende wieder etwas reduziert. Trotzdem gelten 7% als eine sehr kritische Marke für Staatsanleihen, bei denen sich beispielsweise Portugal und Irland unter den Euro-Rettungsschirm begeben mussten. Monti muss schnell und überzeugend handeln damit das Land keinen Kollaps erleidet. Die Stabilität und Seriosität einer Übergangsregierung in Italien muss sehr schnell Wirkung an den Märkten zeigen, damit die italienischen Staatsanleihen nicht das Spielzeug der Zocker werden. Für Italien werden in den nächsten fünf Monaten Staatsanleihen fällig, die ein Volumen von etwa 200 Milliarden Euro haben und durch neue Staatsanleihen abgelöst werden müssen. Der Zinssatz, der für diese neuen Kredite bezahlt werden muss, ist eine entscheidende Hürde für die Entwicklung in der drittgrößten Volkswirtschaft in der EU.
Wie entwickelt sich im Umfeld der Italienkrise der Goldpreis?
Wenn eine Übergangsregierung in Italien mit Monti an Vertrauen gewonnen hat, werden sich die Märkte wieder beruhigen und sich die Indizes nach oben entwickeln. Die Börsen hatten sich zum Wochenende bereits wieder etwas freundlicher gezeigt, was sich möglicherweise etwas verlangsamend auf die Goldpreisentwicklung auswirken könnte. Trotzdem sehen die meisten Analysten den Goldpreis noch immer im Aufwärtstrend. Die Konjunkturpakete in den USA mit Zinsen Nahe dem Nullpunkt und die Zinssenkung der EZB tragen dazu bei, dass die Opportunitätskosten für den Goldbesitz begrenzt sind und der steigende Goldpreis dazu führen wird, dass sich physisches Gold in den Depots weiter erhöht. Dazu wird die Nachfrage nach Goldbarren in China und Indien – wie bisher – den Goldpreis stützen und nur eine Konjunkturabschwächung in China könnte ein kleiner Dämpfer für den Goldpreis sein. Das einzige Risiko, was den Höhenflug des Goldpreises außerdem im Moment begrenzen könnte, ist die Schuldenkrise in Griechenland, Portugal, Irland und vor allem in Italien. Wenn diese Länder aus der Not heraus ihre Goldreserven verkaufen würden, käme es zu einem kurzfristigen Preisnachlass für Gold. Im Moment ist allerdings davon auszugehen, dass die von der Schuldenkrise betroffenen Länder das Gold nicht auf den Markt bringen, sondern – wenn überhaupt - im Zweifel bei den Gläubigern als Sicherheit hinterlegen müssen, was den Goldpreis nicht beeinflussen kann.
Der Start der Goldproduktion in Mali steht kurz bevor, das berichtete wallstreet:online. Die Pearl Gold AG, ein am Open Market der Deutschen Börse gelistetes Beteiligungsunternehmen mit Sitz in Frankfurt, ist mit 25% an der Wassoul’Or S.A. beteiligt. Wassoul’Or ist die Betreibergesellschaft der Kodieran Goldmine in Mali. Es wird berichtet, dass dort ein nachgewiesenes Goldvorkommen von mindestens 1,75 Millionen Unzen vorhanden ist und die Goldförderung noch in diesem Jahr beginnen soll. Wenn es gelingt, dieses Goldvorkommen komplett zu fördern, geht es bei dem Deal zu heutigem Goldpreis immerhin um eine Größenordnung von ca. 2,2 Milliarden Euro. Je nach der Goldpreisentwicklung kann das auch wesentlich mehr sein. Außerdem ist die Kodieran Goldmine nur eines der fünf Abbaugebiete, für die vorhandene Konzession. Der große Vorteil ist, dass die Goldförderung im Tagebau erfolgen kann, was die Goldgewinnung kostengünstig gestaltet.
Täglich können etwa 630 Unzen Gold gewonnen werden!
Alle zur Produktion notwendigen Maschinen sollen inzwischen vor Ort sein und nach dem sich die Produktion eingespielt hat, sollen etwa 11.000 Tonnen goldhaltiges Erz aus der Goldader gefördert werden, was einem Goldertrag von ungefähr 630 Unzen pro Tag entspricht. Diese Kapazität soll in zwei Jahren etwa verdoppelt werden. Der Goldabbau ist zunächst für die nächsten sechs Jahre geplant, aber man geht davon aus, dass man auf noch größere Mengen Gold trifft und der Förderzeitraum verlängert werden kann. Das Führungstema um den Vorstand von Wassoul’Or Aliou Diallo, den Projektmanager Dramane Trarore und dem Minenmanager Oumar Tidiani wird als sehr erfahren in der Branche eingeschätzt.
Wird die erste Beteiligung der Pearl Gold AG ein voller Erfolg?
Die 25%ige Beteiligung an der Wassoul’Or S.A. ist die erste Beteiligung der Pearl Gold AG. Der Hauptanteilseigner ist SODINAF und der malische Staat, mit denen Pearl Gold eine Gesellschaftervereinbarung unterzeichnet hat, die u.a. ein Vetorecht bei Kapitalerhöhungen und Unternehmensverkäufen beinhaltet. Die Pearl Gold AG bekommt zwei Sitze im Verwaltungsrat der Wassoul’Or S.A. Im Moment wird von Pearl Gold der Wechsel vom Open Market und den Regulierten Markt (General Standard) an der Frankfurter Börse vorbereitet.
Lucas Papademos heißt der neue Ministerpräsident in Griechenland, der eine Übergangsregierung bis zur nächsten Wahl führen soll. Der parteilose Papademos hatte sich als Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Namen gemacht und schien wegen seiner finanzwirtschaftlichen Kenntnisse im Moment der geeignete Regierungschef für das Pleiteland zu sein. Der Name Papademos war inzwischen fast wieder vom Tisch und es wurde bereits Panagiotis Roumeliotis, der Vertreter Griechenlands beim Internationalen Währungsfonds IWF und zwei andere Kandidaten als mögliche Ministerpräsidenten gehandelt. In jedem Fall wollen die Griechen offensichtliche einen Finanzprofi auf den Chefsessel setzen, damit die Schuldenkrise durch einen Fachmann gemanagt wird und die Irritationen beendet werden, mit denen zuletzt Papandreou die EU-Regierungen und die Finanzwirtschaft konfrontiert hatte. Papademos war zu dem Zeitpunkt Präsident der griechischen Nationalbank, als Hans Eichel und Gerhard Schröder die Griechen mit wahrscheinlich geschönten Zahlen in den Euro geholt haben. Ob Papademos persönlich an der Bilanzfälschung beteiligt war, kann man natürlich nicht beweisen. Allerdings wird es für die Griechen auch mit einem gewieften Bankmanager an der Spitze nicht einfach. Die umfangreichen und teils schmerzhaften Hausaufgaben müssen gemacht werden!
Nach dem Schuldenschnitt ist vor dem Schuldenschnitt!
Das geflügelte Wort von Altbundestrainer Sepp Herberger “nach dem Spiel ist vor dem Spiel” ist mit dem Wort Schuldenschnitt in diesem Fall zwar ausgetauscht worden, aber die Weisheit des Fußballlehrers, der mit der deutschen Nationalmannschaft 1954 in Bern Weltmeister wurde, stimmt auch in diesem Zusammenhang wieder. Ähnlich bekannt ist sein legendärer Satz “der Ball ist rund” und auch dieser Spruch wird auch heute noch gerne verwendet. Der Ball ist rund, ist auf die Schuldenkrise in Griechenland nicht so gut anwendbar, weil in Griechenland leider nichts rund läuft. Im Moment wird zwar der Schuldenschnitt für die Pleitegriechen vorbereitet, aber die Griechen selbst bringen das Land immer weiter an den Abgrund. Streiks und gewalttätige Demonstrationen prägen das Bild des Landes, das man sonst nur von erbaulichen Urlaubsbildern kennt und mit Syrtaki, Kokinelli, Retsina, Metaxa, Suflaki und Feta in Verbindung bringt. Auch nach dem Schuldenschnitt ist die Staatsverschuldung in Griechenland so hoch, dass ohne schmerzhafte Sparpakete das Risiko weiterhin sehr hoch ist, das nach diesem Schuldenschnitt bereits vor dem (nächsten) Schuldenschnitt oder dem endgültigen Staatsbankrott ist! Man könnte fast darauf wetten, dass es die Griechen nicht schaffen und in spätestens acht bis zehn Jahren wieder vor dem Staatsbankrott stehen. Es gibt sehr viele „Baustellen“ in Griechenland, die schnellstens bearbeitet werden müssen und auf Dauer mindestens einen ausgeglichenen Haushalt versprechen.
Hat Griechenland die meisten 100jährigen weltweit!?
Nachdem bekannt wurde, dass in Griechenland auch verstorbene ihre Rente weiter bekommen, hat endlich die sozialistische Regierung eine Untersuchung beim größten Rentenfonds in Griechenland, der staatlichen Rentenkasse IKA, vornehmen lassen. Die Prüfungen haben ergeben, dass 9.000 Rentner von der Rentenkasse bedient wurden, die bereits über 100 Jahre alt waren. Die letzte Volkszählung aus dem Jahr 2001 hatte eine Zahl von ca. 1.700 über 100jährige in Griechenland ergeben. Damit hätten die Griechen die Japaner um Längen in der Altersstatistik geschlagen! Wenn man das hört, ist man nicht überrascht, dass die Griechen keinen funktionierenden Fiskus haben, Traumgehälter für Staatsdiener mit teilweise 18 Monatsgehältern zahlen und auch die Ruhestandsbezüge in schwindelnde Höhen geraten sind. Jede Regierung hat außerdem ihren Wählern immer wieder Geschenke gemacht und über 25% der Griechen sind mittlerweile im Staatsdienst.
Tote Rentner haben in den letzten 10 Jahren ca. 8 Milliarden kassiert!
Der Direktor der staatlichen Rentenversicherung in Griechenland hat zugegeben, dass es bis zu 8 Milliarden sein könnten, die in den letzten 10 Jahren unsinnigerweise an Tote ausgezahlt wurden. Man kann nur hoffen, dass die Gesetze in Griechenland es erlauben, dass der Sozialbetrug noch zu Rückzahlungen der ausgezahlten Renten führt. Sollte eine Verjährung vorgesehen sein, wird dieser Versuch schnell außer Kraft gesetzt und einige Milliarden sind verloren. Wenn die Rentenbetrüger in Griechenland die Renten der Verstorbenen in Goldbarren angelegt hätten, könnten sie mit den ergaunerten Rentenbezügen jetzt durch die Goldpreisentwicklung einen satten Gewinn einfahren, denn immerhin hat sich der Goldpreis in den letzten 10 Jahren etwa versechsfacht.
Wenn man von diesen Missständen hört, mag man sich gar nicht vorstellen auf welche Fässer ohne Boden man sonst noch bei den Hellenen trifft.